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Benelux, Sicherheit

Die Benelux-Länder stärken den grenzüberschreitenden Ansatz gegen illegales sehr schweres Feuerwerk

18 Juni. 2026

Die Niederlande, Belgien und Luxemburg verstärken ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen illegal eingesetztes sehr schweres Feuerwerk. Dieses Engagement wurde bei einer Benelux-Konsultation unter niederländischem Vorsitz beschlossen, an der auch Vertreter des deutschen Bundeslands Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Kommission teilnahmen.

Die Länder beabsichtigen, den Informationsaustausch zwischen Inspektionsdiensten und Polizeibehörden strukturell zu intensivieren, Kontroll- und Durchsetzungsmaßnahmen besser zu koordinieren und bei der weiteren Umsetzung des Pyro-Pass zusammenzuarbeiten, einem Registrierungssystem für Fachleute, die mit pyrotechnischen Artikeln arbeiten.

Diese verstärkte Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme von Vorfällen im Zusammenhang mit Explosionen in mehreren europäischen Ländern, in denen schweres professionelles Feuerwerk zunehmend zweckentfremdet und als Sprengstoff eingesetzt wird. In den Niederlanden wurden im Jahr 2025 mehr als 1.500 (versuchte) Sprengstoffanschläge registriert.

„Illegales sehr schweres Feuerwerk gelangt zunehmend in die Hände krimineller Netzwerke und wird praktisch als Sprengstoff verwendet. Dies führt zu schweren Vorfällen in Großstädten, unter anderem in Antwerpen und Rotterdam, aber auch zu Anschlägen auf Geldautomaten in Deutschland. Der Missbrauch dieser Mittel ist inakzeptabel und erfordert einen koordinierten, grenzüberschreitenden Ansatz“, erklärte Ariadne Petridis, Generalsekretärin der Benelux-Union.

Bei dem Treffen tauschten sich Vertreter von Politik, Aufsichtsbehörden und Polizeikräften über einen gemeinsamen Ansatz zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Feuerwerk und Explosivstoffen aus. Dabei ging es unter anderem um verdächtige Transaktionen, illegale Produktion, Vorläuferstoffe sowie Schmuggel über Post- und Paketdienste.

Auch das angekündigte Verbot in den Niederlanden für den Verkauf von Feuerwerk an Verbraucher zum Jahreswechsel 2026/2027 wurde thematisiert. Die Länder prüfen die möglichen Folgen für Grenzregionen, darunter das Risiko von Feuerwerkstourismus und illegalen Importen.

Im Rahmen des Benelux-Jahresplans 2026 erarbeiten die beteiligten Länder Vorschläge, um die Zusammenarbeit in der Strafverfolgung weiter zu stärken und besser mit bestehenden europäischen und internationalen Strukturen zu verknüpfen. Auch mit der Europäischen Kommission fanden Gespräche über die Bedeutung einer Überarbeitung der EU-Regulierung für pyrotechnische Artikel statt, um den illegalen Handel wirksamer zu bekämpfen.

Durch diese verstärkte Zusammenarbeit wollen die Benelux-Länder verhindern, dass sehr schweres professionelles Feuerwerk zunehmend bei kriminellen Explosionen eingesetzt wird.

Stakeholders explore how to combat very heavy illegal fireworks

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