Die Benelux-Länder und die französische Region Hauts-de-France bündeln ihre Kräfte, um eine nachhaltigere, mobilere und widerstandsfähigere Grenzregion zu schaffen. Am 20. Mai 2025 unterzeichneten sie einen ambitionierten Aktionsplan, um ihre Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Energiewende, Ressourcenmanagement und Naturräume, insbesondere bei der Wasserbewirtschaftung und der Luftqualität, zu intensivieren, zu einem modernen, nachhaltigen und multimodalen Verkehrssystem beizutragen sowie Bildung und die Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu fördern.
Die Partner setzen insbesondere auf innovative Infrastrukturen, wie beispielsweise ein grenzüberschreitendes Wasserstoffnetz bis 2030, und arbeiten gemeinsam an Lösungen für eine bessere Luftqualität, intelligente Netze und eine größere Klimaresilienz. Sie setzen sich außerdem dafür ein, die Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erleichtern, grenzüberschreitende Bildungsprogramme zu entwickeln und die Verkehrsanbindungen zu modernisieren, unter anderem durch Ladestationen und Fahrradrouten.
Indem der Benelux und Hauts-de-France jedes Jahr auf höchster Ebene zusammenkommen, wollen sie konkrete Fortschritte zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger, Studierenden, Reisenden und Unternehmerinnen und Unternehmer beiderseits der Grenze sicherstellen.
Im Dezember 2018 unterzeichneten die Benelux-Länder eine Absichtserklärung mit Frankreich, in der sie ihre Bereitschaft zu einer engeren Zusammenarbeit, insbesondere mit den Nachbarregionen Hauts-de-France und Grand Est, bekräftigten.
Die Stärkung der Beziehungen der Benelux-Länder zu Frankreich und seinen Grenzregionen war eines der Ergebnisse des Benelux-Gipfels der Ministerpräsidenten 2017 in Den Haag und eine der Prioritäten des damaligen belgischen Ratsvorsitzes.
Neben engen bilateralen und multilateralen Beziehungen wollten die vier Länder neue Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit untersuchen, darunter Projekte in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Innovation und Digitalisierung sowie neue Initiativen in den Bereichen Kultur und wirtschaftliche Entwicklung.