In zwei Ländern geschäftlich tätig zu sein, zu leben und zu arbeiten, erfordert Flexibilität und Kompatibilität in vielen Bereichen der wirtschaftlichen Tätigkeit – sowohl für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für Unternehmen.
Die Benelux-Länder wollen sich zu einer dynamischen Wirtschaftsregion weiterentwickeln, die grenzüberschreitende Hindernisse beseitigt und grenzüberschreitende Beschäftigung fördert. In diesem Zusammenhang unterstützt die Benelux-Union die vielen Grenzarbeiterinnen und Grenzarbeiter sowie Unternehmen in ihrem Gebiet mit grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Aktivitäten.


Grenzarbeiterinnen und Grenzarbeitern, die in einem Land leben und in einem anderen Land arbeiten, ist nicht immer klar, welche Vorschriften bezüglich Sozialabgaben und Steuern für sie gelten. Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Um Sie in diesen Fragen zu unterstützen, hat die Benelux-Union nützliche Informationen in Form von Broschüren zusammenstellt. Diese sind in digitaler Form und auf dem Portal Benelux Startpunt Grensarbeid/Grenzpendler info verfügbar. Grenzarbeiterinnen und Grenzarbeiter können hier detaillierte Informationen zu ihrer jeweiligen Situation finden.
Steuerbetrug: Durch den Wegfall der Grenzen innerhalb der Europäischen Union und die massive Entwicklung des Online-Handels ist es heute möglich, überall und jederzeit Einkäufe zu tätigen. Diese Entwicklung hat jedoch nicht nur positive Aspekte, denn sie wird von neuen Formen des Missbrauchs im Bereich des Steuerbetrugs begleitet. Die drei Benelux-Länder arbeiten seit 20 Jahren aktiv zusammen, um betrügerische Praktiken wie den Mehrwertsteuer-Karussellbetrug zu verhindern.
Sozialbetrug: Sozialbetrug stellt eine ernste Gefahr für die Gesellschaft dar, da er ehrlichen Unternehmen unlautere Konkurrenz macht und zu sozialem Abstieg führt. Beispiele für Sozialbetrug sind die betrügerische Inanspruchnahme von Zeitarbeitsfirmen, der unrechtmäßige Bezug von Leistungen oder die Nichteinhaltung von Vorschriften für die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Um die schädlichen Auswirkungen dieses Phänomens zu bekämpfen und mit den sich rasch verändernden Methoden und Techniken der Betrügerinnen und Betrüger Schritt zu halten, haben die Benelux-Länder nach und nach eine multilaterale Zusammenarbeit entwickelt, die auf konkrete Projekte ausgerichtet ist.


Die Benelux-Länder sind ebenfalls mit einem massiven Zustrom an Paketen aus dem elektronischen Handel konfrontiert. Ein sicherer und nachhaltiger elektronischer Handel hat für die EU und die Benelux-Länder Priorität.
Angesichts der Herausforderungen des E-Commerce bildet das Benelux-Generalsekretariat eine koordinierte Anlaufstelle, um wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung widerrechtlicher Praktiken zu vereinbaren, Kontrollen zu verstärken, die Zusammenarbeit zwischen Behörden zu verbessern und nicht konforme Produkte schneller vom Markt zu nehmen. Darüber hinaus werden die Benelux-Länder prüfen, wie sie im Rahmen neuer europäischer Rechtsvorschriften gemeinsam handeln können.
Hier erfahren Sie, in welchen Bereichen wir uns für eine bessere Zukunft für künftige Generationen einsetzen.
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