Benelux, Sicherheit
01 Juli. 2026
Die Benelux-Länder gehen einen weiteren Schritt in ihrer Zusammenarbeit im Bereich Krisenmanagement und Resilienz. Im Rahmen einer strategischen Sitzung unter niederländischem Vorsitz am 7. Mai beschlossen die Generaldirektoren, die für das Krisenmanagement zuständig sind, die Ausarbeitung einer gemeinsamen Benelux-Empfehlung.
Diese Empfehlung soll als Grundlage für die Festlegung gemeinsamer Ziele im Bereich Resilienz, zivile Vorsorge und Krisenmanagement in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg dienen. Damit wollen die drei Länder grenzüberschreitende Krisen künftig noch besser bewältigen und zugleich die Rolle der Benelux als Laboratorium der europäischen Zusammenarbeit stärken.
Verstärkte Zusammenarbeit in einem sich wandelnden Umfeld
Diese Entscheidung fällt in eine Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen und einer verstärkten Aufmerksamkeit der Europäischen Union für Resilienz und Krisenmanagement. Die Benelux-Länder wollen ihre Zusammenarbeit deshalb weiter vertiefen und ihre Maßnahmen besser aufeinander abstimmen.
Die Teilnehmer betonten, dass Krisen immer häufiger nationale Grenzen überschreiten. Eine engere Zusammenarbeit soll es den Partnerländern ermöglichen, schneller und wirksamer auf Krisen zu reagieren, sich besser auf grenzüberschreitende Vorfälle vorzubereiten und ihre gemeinsame Reaktionsfähigkeit zu stärken.
Die Benelux als Plattform für praktische Zusammenarbeit
Auch die Generalsekretärin der Benelux, Ariadne Petridis, unterstrich die Bedeutung eines gemeinsamen Ansatzes. Sie betonte, dass neben den öffentlichen Behörden auch die Privatwirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger in die Stärkung der Resilienz einbezogen werden müssen.
Die Sitzung bestätigte die Rolle der Benelux als Plattform für konkrete Zusammenarbeit, auf der die Länder ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsame Lösungen entwickeln.
Konkrete Fortschritte
Neben der geplanten Empfehlung wurden mehrere konkrete Fortschritte erzielt. So wurde die Aktualisierung des technischen Benelux-Abkommens über die Kontaktstellen im Bereich Krisenmanagement abgeschlossen.
Die Partner vereinbarten außerdem, ihre Zusammenarbeit bei nationalen Krisenmanagementübungen zu verstärken. Darüber hinaus werden sie prüfen, wie sie regelmäßiger an den Übungen der jeweils anderen Länder teilnehmen können, um die Koordinierung und Interoperabilität weiter zu verbessern.
Gemeinsam stärker
Die Generaldirektoren bekräftigten, dass eine enge regionale Zusammenarbeit entscheidend bleibt, um künftigen Krisen wirksam begegnen zu können. Durch den Austausch von Wissen, die Harmonisierung von Verfahren und gemeinsame Übungen wollen die Benelux-Länder ihre kollektive Resilienz nachhaltig stärken.