Benelux
01 Juli. 2026
Forscherinnen und Forscher sowie Expertinnen und Experten aus Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und Deutschland sind im Generalsekretariat der Benelux-Union in Brüssel zur Auftaktveranstaltung von BENELUX-RISE zusammengekommen – einem neuen akademischen Netzwerk, das die Benelux-Zusammenarbeit stärker in den Fokus rücken soll.
Die Initiative geht auf die Universität Hasselt und die KU Leuven zurück. Ziel der Initiatoren ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den drei Benelux-Ländern zusammenzubringen, um die Funktionsweise, die Ergebnisse und die Zukunft der Benelux-Zusammenarbeit zu erforschen.
BENELUX-RISE soll die wissenschaftliche Forschung über die Benelux stärken und gleichzeitig die Sichtbarkeit dieser Zusammenarbeit erhöhen. Nach Auffassung der Initiatoren finden die konkreten Ergebnisse und das Potenzial der Benelux-Zusammenarbeit in der akademischen Forschung bislang noch nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.
Das Netzwerk will daher untersuchen, wie die Zusammenarbeit zwischen Belgien, den Niederlanden und Luxemburg in der Praxis funktioniert und wo weiteres Potenzial besteht. Besonderes Augenmerk gilt dabei den rechtlichen Instrumenten der Benelux. Diese ermöglichen es, grenzüberschreitende Projekte schneller und einfacher umzusetzen, als dies auf europäischer Ebene häufig möglich ist.
Durch eine vertiefte Analyse dieser Instrumente wollen die Forschenden ein besseres Verständnis dafür gewinnen, wie sie zur Zusammenarbeit zwischen Behörden, Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern beitragen.
Im Rahmen des ersten Workshops wurden rund fünfzehn wissenschaftliche Beiträge vorgestellt. Sie gingen aus einem internationalen Call for Papers hervor, der Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, und befassen sich mit unterschiedlichen Themen wie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, rechtlichen Rahmenbedingungen und praktischen Herausforderungen in Grenzregionen.
Langfristig soll sich BENELUX-RISE nach dem Willen der Initiatoren zu einem dauerhaften Netzwerk entwickeln, das die Benelux sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in der Politik stärker verankert.
Mit der Veranstaltung wurde das Netzwerk offiziell ins Leben gerufen. Im Namen des Generalsekretariats der Benelux-Union begrüßte der stellvertretende Generalsekretär Tom Köller die Initiative. Sie trage nicht nur dazu bei, die Sichtbarkeit der Benelux zu erhöhen, sondern könne auch Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Zusammenarbeit geben.