Benelux
07 Sep.. 2026
m Vorabend des Benelux-Tages 2026 kamen am 4. September Vertreter Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs in Den Haag zum offiziellen Auftakt der jährlichen Feier der Benelux-Zusammenarbeit zusammen. Im Provinzhaus von Südholland standen die enge Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern sowie insbesondere das grenzüberschreitende Unternehmertum im Mittelpunkt.
Am 5. September feiern Belgien, die Niederlande und Luxemburg den Benelux-Tag. Mehr als achtzig Jahre nach den Anfängen der Zusammenarbeit setzt sich die Benelux weiterhin für praktische Lösungen ein, die Grenzen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Behörden weniger spürbar machen.
Die Veranstaltung in Den Haag brachte Vertreter der Benelux Union, der nationalen Regierungen und regionaler Partner zusammen. Im Fokus stand dabei die wirtschaftliche Dimension der Benelux: Wie können Unternehmen grenzüberschreitend einfacher zusammenarbeiten und Innovationen vorantreiben?
Die Benelux bildet eine stark integrierte Wirtschaftsregion, in der Unternehmen täglich grenzüberschreitend tätig sind. Ein gut funktionierender Binnenmarkt ist dabei von entscheidender Bedeutung. Wenn Unternehmen leichter wirtschaften, kooperieren und ihre Aktivitäten in den Nachbarländern ausbauen können, stärkt dies die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der gesamten Region.
Eine konkrete Rolle spielt dabei das Benelux-Amt für Geistiges Eigentum (BOIP). Yves Hoffmann, stellvertretender Generaldirektor des BOIP, erläuterte, wie Unternehmer ihr geistiges Eigentum schützen können. Ein wirksamer Schutz gibt Unternehmen den nötigen Raum, in neue Ideen, Produkte und Dienstleistungen zu investieren, und trägt damit zu Innovation und Wirtschaftswachstum bei.
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist nur ein Beispiel dafür, wie Belgien, die Niederlande und Luxemburg gemeinsam grenzüberschreitende Herausforderungen angehen.
Auch im Bereich der Sicherheit arbeiten die drei Länder zunehmend enger zusammen. Anlässlich des Benelux-Tages finden an verschiedenen Orten gemeinsame Kontrollen belgischer, niederländischer und luxemburgischer Polizeidienste im Rahmen des Benelux-Polizeivertrags statt. Dank dieses Vertrags können Polizeibehörden Informationen schneller austauschen und grenzüberschreitende Kriminalität wirksamer bekämpfen.
Auch Studierende und Arbeitnehmer profitieren von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Benelux-Länder haben wichtige Fortschritte bei der gegenseitigen Anerkennung von Diplomen erzielt. Am 8. September wird die Benelux diese Erfahrungen mit den Botschaftern der anderen EU-Mitgliedstaaten teilen und aufzeigen, wie praktische Zusammenarbeit zwischen drei Ländern als Inspiration für Europa dienen kann.
Die Teilnehmer der Veranstaltung sahen Videobotschaften des belgischen Außenministers Maxime Prévot sowie des luxemburgischen Vizepremierministers und Außenministers Xavier Bettel. Im Namen des niederländischen Vorsitzes sprach Christiaan Rebergen, Generalsekretär des niederländischen Außenministeriums.
Sie unterstrichen die Bedeutung der Benelux als Vorreiterin der europäischen Zusammenarbeit und als Plattform zur gemeinsamen Entwicklung konkreter Lösungen.
Auch Ariadne Petridis, Generalsekretärin der Benelux Union, hob die anhaltende Relevanz der Zusammenarbeit hervor:
„Die Benelux ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte der Vergangenheit. Sie ist auch ein Projekt für die Zukunft. Eine Region, in der Grenzen immer weniger ein Hindernis darstellen und in der Zusammenarbeit zu mehr Sicherheit, mehr Chancen und größerer Widerstandsfähigkeit führt.“
Die Feierlichkeiten beschränkten sich nicht auf Den Haag. Am 4. September wurde an zahlreichen Orten in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg die Benelux-Flagge gehisst. Ministerien, Parlamente, Provinzverwaltungen, Häfen, Polizeidienste und andere öffentliche Einrichtungen machten damit sichtbar, dass die Zusammenarbeit zwischen den drei Nachbarländern auch heute noch gelebte Realität ist.
Der Benelux-Tag 2026 ist somit nicht nur ein Anlass, auf mehr als achtzig Jahre Zusammenarbeit zurückzublicken. Vor allem bietet er die Gelegenheit, den Blick nach vorn zu richten. Belgien, die Niederlande und Luxemburg verfügen über mehr als acht Jahrzehnte Erfahrung bei der gemeinsamen Bewältigung grenzüberschreitender Herausforderungen. Diese Erfahrung setzen die drei Länder weiterhin ein, um Grenzen dort abzubauen, wo dies möglich ist, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern mehr Chancen zu eröffnen und dort gemeinsam stärker zu sein, wo dies erforderlich ist.