Benelux
01 Jan.. 2026
Seit dem 1. Januar 2026 ist die belgische Diplomatin Ariadne Petridis Generalsekretärin der Benelux-Union. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze des Benelux-Sekretariats in Brüssel. Das Kollegium der Generalsekretäre setzt sich so zum ersten Mal aus zwei Frauen und einem Mann zusammen.
Frau Petridis wird gemeinsam mit der stellvertretenden Generalsekretärin Liesje Schreinemacher (Niederlande) und dem stellvertretenden Generalsekretär Tom Köller (Luxemburg) das neue Kollegium der Generalsekretäre bilden. Das Benelux-Ministerkomitee, bestehend aus den drei Ministerinnen bzw. Ministern für auswärtige Angelegenheiten, hat diese Entscheidung Ende 2025 getroffen.
Wer sind die neuen Gesichter der Benelux-Union?
Ariadne Petridis (Belgien)
Ariadne Petridis verfügt über mehr als 35 Jahre diplomatische Erfahrung und hat Schlüsselpositionen im Außenministerium und in internationalen Organisationen bekleidet. Vor ihrer derzeitigen Rolle war sie Botschafterin Belgiens bei der NATO. Sie hat in Rom, Paris, Kinshasa, Brüssel und New York gearbeitet – und fungierte als Direktorin für Amerika und die Karibik. Sie spricht mehrere Sprachen und hat einen akademischen Hintergrund in romanischen Sprachen und internationaler Politik.
„In einer Zeit, in der Europa seinen rechtmäßigen Platz auf der geopolitischen Bühne verteidigen muss, möchte ich, gemeinsam mit meinen Kollegen, die Benelux-Union weiterhin als Labor für die europäische Zusammenarbeit positionieren.“, erklärt Ariadne Petridis.
Liesje Schreinemacher (Niederlande)
Liesje Schreinemacher verfügt als ehemalige Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit sowie als ehemalige Abgeordnete des Europäischen Parlaments über fundierte administrative und politische Erfahrung auf nationaler und internationaler Ebene. Zuvor war sie als Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Baurecht und öffentliches Vergaberecht tätig und arbeitete in der nationalen Politik. Frau Schreinemacher bringt insbesondere Fachwissen in den Bereichen internationaler Handel, Digitalisierung und europäische Zusammenarbeit mit.
„Die Benelux-Union ist ein Motor für Innovation und Zusammenarbeit, sei es bei der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit, der Stärkung des Binnenmarktes oder der Verbesserung unserer Resilienz. Wir stehen vor großen Herausforderungen, und ich freue mich darauf, meine Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit für dieses Ziel einzusetzen.“, versichert Liesje Schreinemacher.
Tom Köller (Luxemburg)
Tom Köller ist luxemburgischer Diplomat und ehemaliger Direktor für Verteidigungspolitik in Luxemburg mit fundierten Kenntnissen in den Bereichen Europa, Sicherheit und Verteidigung. Er hat Luxemburg bei der NATO sowie der EU vertreten und als politischer Berater im Europäischen Parlament gearbeitet.
„Sicherheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber hybriden Bedrohungen haben für die Benelux-Länder weiterhin oberste Priorität. Ich möchte dazu beitragen, unsere Führungsrolle in diesem Bereich zu behaupten.“, erklärt Tom Köller.
Der niederländische Vorsitz
Im Jahr 2026 will das neue Benelux-Kollegium unter niederländischer Präsidentschaft die Herausforderungen angehen, die im jährlichen Arbeitsplan dargelegt sind. Dieser fügt sich in das mehrjährige Arbeitsprogramm 2025-2028 ein und widmet sich vor allem den Themen Sicherheit, Widerstandsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Stärkung des Binnenmarkts.
Über die Benelux-Union
Die Benelux-Union stärkt den Binnenmarkt, setzt sich für eine nachhaltige Zukunft ein und trägt zu einer sicheren Gesellschaft bei, indem sie konkrete Projekte mit einem sichtbaren Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Behörden fördert. Als Vorreiterin der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit fungiert sie als Labor und ergänzt so europäische Politikansätze.