Benelux, Sicherheit
12 Mai. 2026
Die Verwaltungsbehörden und Sicherheitsdienste der niederländischen und der belgischen Provinz Limburg wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität weiter ausbauen. Dies wurde am Dienstag bei der dritten Tagung des Limburger Runden Tisches zum Thema Sicherheit in Brüssel deutlich, einer Initiative der Gouverneure beider Provinzen.
Eröffnet wurde der Runde Tisch von Herrn Emile Roemer, dem Gouverneur der niederländischen Provinz Limburg) und unterstützt von Herrn Jos Lantmeeters, dem Gouverneur der belgischen Provinz Limburg). Gemeinsam brachten sie politische Entscheidungsträger, Polizei und Justizbehörden zusammen, um konkrete Vereinbarungen für ein wirksameres Vorgehen gegen die organisierte Kriminalität im Grenzgebiet zu treffen.
Praktische Zusammenarbeit im Mittelpunkt
Die stellvertretende Generalsekretärin der Benelux-Union, Liesje Schreinemacher, hob die Bedeutung dieser Zusammenarbeit hervor:
„Kriminelle kümmern sich nicht um Grenzen. Polizei und Justiz sollten dies ebenfalls nicht tun. Durch eine enge Zusammenarbeit können wir schneller handeln und unsere Region sicherer machen.“
Nach den Worten von Schreinemacher zeigt die Initiative der Limburger Gouverneure beispielhaft, worin die Stärke der Benelux-Union liegt: in einer praxisorientierten Zusammenarbeit mit unmittelbarem Nutzen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.
Der Benelux-Polizeivertrag als Grundlage
Der seit 2023 geltende Benelux-Polizeivertrag stand Im Mittelpunkt der Sitzung. Hierdurch wird eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden u.a. durch gemeinsame Streifen, den Austausch von Informationen und grenzüberschreitende Verfolgungen möglich.
In der Limburger Grenzregion werden diese Instrumente bereits intensiv genutzt. Sie ermöglichen es den Polizeibehörden, sich schneller gegenseitig zu unterstützen und wirksamer gegen Kriminalität vorzugehen, die sich über mehrere Länder erstreckt, vorzugehen.
Limburg als Modellregion
Die Gouverneure (Ministerpräsidenten) betonten, dass insbesondere Grenzregionen wie Limburg von entscheidender Bedeutung sind, um die Zusammenarbeit vor Ort mit Leben zu konkretisieren. Nach Auffassung der Benelux-Union kann die Euregio Maas-Rhein als Beispeil für eine umfassendere europäische Zusammenarbeit dienen.
„Die Benelux-Länder werden zunehmend als Labor Europas wahrgenommen. Die Euregio Maas-Rhein ist ein Vorzeigeprojekt, wo Lösungen entwickelt werden, die auch andernorts in Europa Anwendung finden können“, erklärte Schreinemacher.
Weitere Vertiefung der Zusammenarbeit
Während des Runden Tisches wurden außerdem weitere Schritte zur Vertiefung der Zusammenarbeit erörtert. Dazu gehören die Einrichtung einer gemeinsamen Polizeioperation sowie eine intensivere Zusammenarbeit mit Deutschland. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Weiterentwicklung von EURIEC, das die behördliche Zusammenarbeit und den Informationsaustausch im Kampf gegen die organisierte Kriminalität unterstützt.
Die Sitzung endete mit der Vereinbarung, die bestehende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, konkrete Folgemaßnahmen festzulegen und bis Ende 2026 ein weiteres Treffen zu organisieren.