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Benelux, Sicherheit

Benelux und Limburger Partner verstärken den Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität

01 Juli. 2026

Die Verwaltungsbehörden und Sicherheitsdienste des niederländischen und des belgischen Limburg wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität weiter ausbauen. Dies wurde am Dienstag bei der dritten Ausgabe des Limburger Sicherheitsrunden Tisches in Brüssel deutlich, einer Initiative der Gouverneure beider Provinzen.

Eröffnet wurde der Runde Tisch von Gouverneur Emile Roemer (niederländisches Limburg), unterstützt von Gouverneur Jos Lantmeeters (belgisches Limburg). Gemeinsam brachten sie politische Entscheidungsträger, Polizei und Justizbehörden zusammen, um konkrete Vereinbarungen für ein wirksameres Vorgehen gegen die organisierte Kriminalität im Grenzgebiet zu treffen.

Praktische Zusammenarbeit im Mittelpunkt

Die stellvertretende Generalsekretärin der Benelux-Union, Liesje Schreinemacher, hob die Bedeutung dieser Zusammenarbeit hervor:

„Kriminelle kümmern sich nicht um Grenzen. Polizei und Justiz sollten dies ebenfalls nicht tun. Durch eine enge Zusammenarbeit können wir schneller handeln und unsere Region sicherer machen.“

Nach den Worten von Schreinemacher zeigt die Initiative der Limburger Gouverneure beispielhaft, worin die Stärke der Benelux liegt: in einer praxisorientierten Zusammenarbeit mit unmittelbarem Nutzen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.

Der Benelux-Polizeivertrag als Grundlage

Im Mittelpunkt der Sitzung stand der seit 2023 geltende Benelux-Polizeivertrag. Er ermöglicht den Polizeibehörden eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, unter anderem durch gemeinsame Streifen, den Austausch von Informationen und grenzüberschreitende Nacheilen.

In der Limburger Grenzregion werden diese Instrumente bereits intensiv genutzt. Sie ermöglichen es den Polizeidiensten, sich schneller gegenseitig zu unterstützen und wirksamer gegen Kriminalität vorzugehen, die sich über mehrere Länder erstreckt.

Limburg als Modellregion

Die Gouverneure betonten, dass Grenzregionen wie Limburg von entscheidender Bedeutung sind, um die Zusammenarbeit vor Ort mit Leben zu füllen. Nach Auffassung der Benelux-Union kann die Euregio Maas-Rhein als Vorbild für eine umfassendere europäische Zusammenarbeit dienen.

„Die Benelux werden zunehmend als Labor Europas wahrgenommen. Die Euregio Maas-Rhein ist ein Experimentierfeld, auf dem wir Lösungen entwickeln, die auch andernorts in Europa Anwendung finden können“, erklärte Schreinemacher.

Weitere Vertiefung der Zusammenarbeit

Während des Runden Tisches wurden außerdem weitere Schritte zur Vertiefung der Zusammenarbeit erörtert. Dazu gehören die Einrichtung einer gemeinsamen Polizeioperation sowie eine intensivere Zusammenarbeit mit Deutschland. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Weiterentwicklung von EURIEC, das die behördliche Zusammenarbeit und den Informationsaustausch im Kampf gegen die organisierte Kriminalität unterstützt.

Die Sitzung endete mit der Vereinbarung, die bestehende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, konkrete Folgemaßnahmen festzulegen und bis Ende 2026 ein weiteres Treffen zu organisieren.

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