Benelux, Energie, Klima
29 Juni. 2026
Belgien, die Niederlande und Luxemburg wollen, dass die Europäische Union die Wiederverwendung und das Recycling stärker fördert und an einem besser funktionierenden Markt für recycelte Materialien arbeitet. In einem Non-Paper fordern die drei Länder die Europäische Kommission auf, den kommenden Circular Economy Act zu einem starken Motor der Kreislaufwirtschaft zu machen.
Nach Ansicht der Benelux-Länder sollte die neue europäische Gesetzgebung dazu beitragen, die Abhängigkeit von primären Rohstoffen zu verringern und den Binnenmarkt für zirkuläre Produkte und Materialien zu stärken. Dazu sind klare und möglichst harmonisierte Regeln erforderlich, damit Unternehmen in der gesamten EU unter denselben Bedingungen tätig sind.
Darüber hinaus fordern Belgien, die Niederlande und Luxemburg eine Stärkung von Angebot und Nachfrage nach sekundären Rohstoffen aus der EU. Eine stärkere Harmonisierung der Abfallvorschriften würde hierzu beitragen, indem sie den Transport dieser Materialien innerhalb der Union erleichtert und den Verwaltungsaufwand reduziert.
Die drei Länder sprechen sich zudem für eine Verbesserung der Sammlung, Sortierung und Verarbeitung von Abfällen aus, damit wertvolle Materialien nicht verloren gehen. Außerdem plädieren sie für stärkere und besser abgestimmte Vorschriften zur Herstellerverantwortung, sodass europäische Unternehmen und Industrien der Kreislaufwirtschaft wachsen und mit linearen Modellen konkurrieren können.
Im Bereich Elektroschrott fordern die Länder eine Überarbeitung der Vorschriften, um die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe zu verbessern und die Abhängigkeit der EU von Importen aus Drittländern zu verringern.
Der Circular Economy Act, den die Europäische Kommission nach dem Sommer vorlegen will, soll nach Ansicht des Benelux zu einer stärker zirkulären Wirtschaft, einem robusteren Binnenmarkt für sekundäre Rohstoffe und zu mehr strategischer Autonomie Europas beitragen.