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Benelux, Wirtschaft

Benelux setzt sich für einen reibungsloseren europäischen Binnenmarkt für Unternehmen ein

29 Juli. 2026

Unternehmen, die in anderen EU-Ländern tätig werden möchten, stoßen noch immer zu häufig auf administrative Hindernisse, komplexe Mehrwertsteuerregelungen oder langwierige Verfahren. In einem Schreiben an die Europäische Kommission ruft der Benelux dazu auf, diese Schwierigkeiten besser zu identifizieren, damit sie schneller gelöst werden können und der europäische Binnenmarkt effizienter funktioniert.

Vor diesem Hintergrund arbeiten Experten aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg an Vorschlägen für neue zentrale Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators – KPIs), mit denen die noch bestehenden Hindernisse für Unternehmen besser sichtbar gemacht werden sollen. Diese Indikatoren sollen in den jährlichen Bericht der Europäischen Kommission über den Binnenmarkt und die Wettbewerbsfähigkeit einfließen.

Schwierigkeiten besser verstehen
Nach Ansicht des Benelux sollten die künftigen Indikatoren nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit messen, sondern auch die täglichen Herausforderungen und Hindernisse erfassen, mit denen Unternehmerinnen und Unternehmer konfrontiert sind. Dazu gehören unter anderem komplexe Mehrwertsteuerregelungen, administrative Belastungen, der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und die Dauer von Verfahren. Der Benelux hält zudem eine gezieltere Beobachtung der Entsendung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie bestimmter Branchen wie dem Baugewerbe, den Ingenieurdienstleistungen, dem Transport und der Logistik für erforderlich.

Darüber hinaus setzt sich der Benelux für eine bessere Nutzung der Daten der nationalen Statistikämter ein, um ein genaueres Bild von der Funktionsweise des Binnenmarktes zu erhalten – unter Wahrung der Privatsphäre und des Datenschutzes. Nach Ansicht des Benelux könnten auch die Integration des europäischen Energiemarktes sowie die Umsetzung der Binnenmarktvorschriften wirksamer überwacht werden.

Unternehmerinnen und Unternehmer im Mittelpunkt
Ein Vorschlag der Benelux-Länder besteht darin, den konkreten Erfahrungen von Unternehmerinnen und Unternehmern im jährlichen europäischen Bericht mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Mithilfe eines sogenannten User Journey (Nutzerpfads) könnten die Hindernisse sichtbar gemacht werden, auf die Unternehmen tatsächlich stoßen, wenn sie grenzüberschreitend tätig sind.

Der Benelux wird die Ausarbeitung dieser Vorschläge während des niederländischen Vorsitzes im Benelux fortsetzen und beabsichtigt, sich noch vor Ende des Jahres 2026 mit der Europäischen Kommission über die nächsten Schritte auszutauschen.

Liesje Schreinemacher, stellvertretende Generalsekretärin der Benelux-Union:

„Ein starker Binnenmarkt beginnt mit einem guten Verständnis der Hindernisse, mit denen Unternehmen konfrontiert sind. Mit besseren Indikatoren können wir Herausforderungen schneller erkennen und gezielter darauf reagieren, um grenzüberschreitende Tätigkeiten für Unternehmerinnen und Unternehmer zu erleichtern.“

Benelux
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