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Benelux, Klima, Nachhaltigkeit

Benelux-Wasseragenda in Aktion: Länder bündeln Kräfte gegen Überschwemmungen

17 Juni. 2026

Benelux-Wasseragenda in Aktion: Länder bündeln Kräfte gegen Überschwemmungen

Am 18. und 19. Februar 2026 kamen mehr als siebzig Wasserexpertinnen und -experten, politische Entscheidungsträger sowie Forschende aus Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland in Aachen zusammen. Ihr Ziel: sich besser auf extreme Überschwemmungen vorzubereiten und den Wiederaufbau nach einer Katastrophe zu beschleunigen.

Der Workshop wurde von den Partnern von JCAR ATRACE organisiert (Joint Cross-border Action on Flood Risk and Climate Adaptation – Assessment of Transition Pathways for Climate Resilient Europe): IWW RWTH Aachen (Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen), GFZ Potsdam (GeoForschungsZentrum Potsdam – das deutsche Forschungszentrum für Geowissenschaften) und Deltares (das niederländische angewandte Forschungsinstitut für Wasser und Untergrund).

Das Treffen ist Teil der Benelux-Wasseragenda, eines Programms, mit dem die Benelux-Länder ihre Zusammenarbeit im Bereich Hochwassersicherheit stärken. Überschwemmungen machen bekanntlich nicht an Grenzen halt. Durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen können Länder im Krisenfall schneller und wirksamer reagieren.

Der Workshop wurde von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnet. Er betonte die Bedeutung einer guten Vorbereitung auf extreme Hochwasserereignisse sowie einer engen Zusammenarbeit zwischen Nachbarländern, um die Auswirkungen solcher Katastrophen zu verringern.

Die Wasseragenda baut auf der Europäischen Roadmap für eine bessere grenzüberschreitende Wassersicherheit auf, die 2024 veröffentlicht wurde. Im Jahr 2026 wird die Zusammenarbeit auf das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen sowie das niederländische Programm Waterveiligheid en Ruimte Limburg ausgeweitet. Diese Erweiterung stärkt den grenzüberschreitenden Ansatz weiter.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt vor allem auf dem Wiederaufbau nach Überschwemmungen. Wie können Regionen sich schneller erholen? Welche Maßnahmen können Schäden begrenzen? Und wie können sich Behörden schon heute besser auf zukünftige extreme Wetterereignisse vorbereiten?

Während des Workshops in Aachen wurden konkrete Erfahrungen aus verschiedenen europäischen Regionen diskutiert. Die Teilnehmenden tauschten erfolgreiche Maßnahmen aus und identifizierten Bereiche, in denen eine verstärkte Zusammenarbeit notwendig ist. Außerdem wurden neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt, um die Wissensbasis für die Politikgestaltung zu stärken.

Eine Übersicht der wichtigsten Schlussfolgerungen und Empfehlungen wird in Kürze veröffentlicht. Die gemeinsame Arbeit wird derweil fortgesetzt, mit einem klaren Ziel: die Region besser vor den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.

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