Benelux, Wirtschaft
03 Juni. 2026
Unter niederländischem Vorsitz haben Belgien, die Niederlande und Luxemburg ihre Zusammenarbeit bei der Messung der Leistungsfähigkeit des europäischen Binnenmarktes verstärkt. Während eines Benelux-Workshops im Benelux-Sekretariat in Brüssel kamen Vertreter von Behörden, Unternehmen, der akademischen Gemeinschaft und der Europäischen Kommission zusammen.
Im Mittelpunkt standen die sogenannten Schlüsselindikatoren (KPIs): ein Set von 29 Messgrößen, das von der Europäischen Kommission genutzt wird, um zu bewerten, wie gut der Binnenmarkt funktioniert. Diese Indikatoren helfen dabei, Engpässe zu identifizieren und die Politik zu verbessern. Gleichzeitig besteht innerhalb der Benelux-Staaten der klare Anspruch, diese KPIs besser an die Realität vor Ort anzupassen. Sie sollen die Hindernisse, mit denen Unternehmen und Bürger täglich konfrontiert sind, genauer widerspiegeln.
Der Workshop bot die Möglichkeit, konkrete Vorschläge zu sammeln und weiter auszuarbeiten, mit dem Ziel, die Relevanz und Nutzbarkeit der Indikatoren zu erhöhen. Durch die Bündelung ihrer Erfahrungen wollen die Benelux-Länder zu einem realistischeren und wirksameren Bild des Binnenmarktes beitragen.
Das Treffen ist ein wichtiger Schritt hin zu einer gemeinsamen Benelux-Position, die bis August 2026 erarbeitet wird. Diese Position wird in die Vorbereitung des Jahresberichts 2027 der Europäischen Kommission einfließen.
Generalsekretärin Ariadne Petridis betonte in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung eines gut funktionierenden Binnenmarktes für die europäische Wirtschaft. „Um effektiv handeln zu können, müssen wir zunächst richtig messen. Diese Indikatoren müssen relevanter werden und sich stärker an der Realität vor Ort für Unternehmen und Bürger orientieren.“
Mit dieser Zusammenarbeit bekräftigt die Benelux ihre Rolle als Vorreiterin der europäischen Integration sowie ihr Engagement für eine starke, wettbewerbsfähige und widerstandsfähige europäische Wirtschaft.