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Benelux

Irland beantragt den Beitritt zum multilateralen Vertrag über die automatische Anerkennung von Hochschulabschlüssen

01 Juli. 2026

Irland hat offiziell einen Antrag auf Beitritt zum multilateralen Vertrag über die automatische Anerkennung von Hochschulabschlüssen eingereicht. Das Abkommen ermöglicht die automatische Anerkennung von Hochschulabschlüssen zwischen den teilnehmenden europäischen Staaten.

Der Antrag wurde heute in Brüssel im Vorfeld der Tagung des Rates „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ von James Lawless, dem irischen Minister für Weiterbildung, Hochschulbildung, Forschung, Innovation und Wissenschaft, an die stellvertretende Generalsekretärin der Benelux-Union, Liesje Schreinemacher, übergeben.

Minister Lawless erklärte:

„Dieser Vertrag ist eine wichtige Initiative zur Stärkung und Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der Hochschulbildung in Europa. Er steht für das gemeinsame Engagement zur Förderung der akademischen Mobilität, hoher Standards der Qualitätssicherung und des nachhaltigen Werts unserer Qualifikationssysteme. Während Irland sich auf die Übernahme des Vorsitzes im Rat der Europäischen Union vorbereitet, freue ich mich, mit unserem Antrag auf Beitritt zu diesem Abkommen ein deutliches Zeichen zu setzen. Zugleich freue ich mich darauf, eng mit unseren europäischen Partnern zusammenzuarbeiten, um die Vorteile dieses Abkommens vollständig zu verwirklichen.“

Der von den Benelux-Ländern gemeinsam mit den baltischen Staaten ins Leben gerufene Vertrag wurde von Anfang an als offener Rahmen konzipiert, der eine breitere Beteiligung innerhalb des Europäischen Hochschulraums ermöglichen soll. Polen hat im Mai 2025 einen Antrag auf Beitritt gestellt und schließt derzeit sein nationales Ratifizierungsverfahren ab.

Die stellvertretende Generalsekretärin der Benelux-Union, Liesje Schreinemacher, erklärte:

„Was als Initiative der Benelux-Länder und der baltischen Staaten begann, findet inzwischen bei einer wachsenden Zahl europäischer Länder Anklang. Der Beitrittsantrag Irlands bestätigt die starke Dynamik zugunsten der automatischen Anerkennung von Hochschulabschlüssen sowie der Aufnahme von Studierenden und Arbeitskräften aus anderen Ländern. Er zeigt zugleich, wie diese Entwicklung die Zusammenarbeit im Bereich der Hochschulbildung in Europa stärken und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union fördern kann.“

Der Vertrag ist am 1. Mai 2024 zwischen Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Litauen, Lettland und Estland in Kraft getreten. Er gewährleistet, dass Hochschulabschlüsse, die in einem der teilnehmenden Staaten erworben wurden, in allen anderen teilnehmenden Staaten automatisch auf demselben Niveau anerkannt werden. Dadurch entfallen die zeit- und kostenintensiven Anerkennungsverfahren für Studierende, die ihr Studium im Ausland fortsetzen möchten. Der Vertrag gilt nicht für die berufliche Anerkennung von Hochschulabschlüssen zum Zugang zu reglementierten Berufen; diese unterliegt den einschlägigen Rechtsvorschriften der Europäischen Union.

Mit dem Antrag Irlands hat das Beitrittsverfahren nun begonnen und wird sich über die kommenden Monate erstrecken. Nach seinem Abschluss werden auch irische Hochschulabschlüsse automatisch anerkannt. Dies wird sowohl die Fortsetzung eines Studiums als auch den Zugang zum Arbeitsmarkt in den anderen Vertragsstaaten erleichtern.

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