Benelux
18 Juni. 2026
Seit Oktober 2024 haben Belgien, die Niederlande und Luxemburg über das Benelux-Sekretariat die Koordination des europäischen Netzwerks der Heads of Food Safety Agencies übernommen. Diese Zusammenarbeit soll die Lebensmittelsicherheit in Europa stärken – in einem Umfeld, das unter anderem durch Haushaltszwänge, ein sensibles geopolitisches Umfeld und neue technologische Entwicklungen geprägt ist.
Bei einer Sitzung am 17. und 18. Juni mit Vertretern von Lebensmittelbehörden aus rund zwanzig europäischen und benachbarten Ländern, darunter Island, Norwegen und das Gastgeberland Schweiz, wurden mehrere Vereinbarungen getroffen.
So wurde beschlossen, eine Arbeitsgruppe zum Einsatz neuer Technologien bei Kontrollen im Aquakultursektor einzurichten. Zudem wurden die Arbeiten an einem Leitfaden für bewährte Verfahren zur Kontrolle des E-Commerce im Lebensmittelbereich fortgesetzt.
Darüber hinaus vereinbarten die teilnehmenden Länder, Studien, politische Maßnahmen und Praktiken auszutauschen, um besser auf finanzielle und personelle Herausforderungen reagieren zu können. Außerdem wurde erörtert, wie die Kommunikation und Reaktionsfähigkeit bei grenzüberschreitenden Lebensmittelkrisen beschleunigt werden kann, unter anderem im Zusammenhang mit dem jüngsten Fall von Cereulid-Toxin in Säuglingsnahrung.
Die Teilnehmer stimmten außerdem der Übergabe des Sekretariats des Netzwerks von den Benelux-Ländern an Norwegen und Litauen zum 1. September zu. Nach Angaben der beteiligten Stellen hat das Benelux-Sekretariat in den vergangenen Monaten zu einer engeren europäischen Zusammenarbeit und zu konkreten Fortschritten beigetragen.
Während der Sitzung erläuterte zudem eine ukrainische Delegation, wie die Lebensmittelsicherheit unter Kriegsbedingungen gewährleistet werden kann.