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Sicherheit

Die Benelux-Länder erregen europaweit Aufmerksamkeit mit einem neuen Ansatz gegen den Missbrauch von Privatflugzeugen durch Kriminelle

05 Feb.. 2026

Die Benelux-Länder wollen 2026 ihre Maßnahmen gegen den Einsatz von Privat- und Kleinflugzeugen in der grenzüberschreitenden Kriminalität verstärken. Dies erklärte Tom Köller, stellvertretender Generalsekretär der Benelux-Union, bei der Eröffnung der internationalen GENAVI-Konferenz (General Aviation) in Brüssel. 

An dem Treffen im Benelux-Haus nahmen Vertreterinnen und Vertreter Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs sowie der Europäischen Kommission, der Europol, der Frontex, des MAOC N, der Pompidou-Gruppe des Europarats und mehrerer internationaler Sicherheitsdienste teil. 

Die Arbeitsgruppe GENAVI konzentriert sich auf die Absicherung der Geschäftsluftfahrt und der privaten Luftfahrt, indem sie gegen den Missbrauch der Allgemeinen Luftfahrt vorgeht, der durch den Einsatz von Privatjets oder Sportflugzeugen für verschiedene Formen der organisierten Kriminalität, insbesondere den internationalen Drogenhandel, erfolgt. 

Im Jahr 2024 richtete die Benelux-Gemeinschaft unter belgischem Vorsitz eine gemeinsame Arbeitsgruppe ein, die ein Barriere-Modell entwickelt hat, das 2025 im Rahmen der groß angelegten Operation „Silent Skies” getestet wurde. Neben den Benelux-Ländern beteiligten sich auch Frankreich, Irland, das Vereinigte Königreich, Dänemark, Europol, Frontex, MAOC-N und die Europäische Kommission daran. „Kriminalität über die General Aviation ist per Definition international. Zusammenarbeit ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, erklärte Herr Köller. 

Seit dem 1. Januar haben die Niederlande den Vorsitz der Benelux-Union inne und betrachten die Sicherheit als einen ihrer Schwerpunkte. Dieses Jahr wollen die drei Länder den Kampf gegen die organisierte Kriminalität intensivieren, grenzüberschreitende Hindernisse abbauen und die Zusammenarbeit mit der EU vertiefen. Laut Herrn Köller fungiert die Benelux-Union weiterhin als „Testgebiet für Europa”. 

Das Benelux GENAVI-Projekt wird nun auf europäischer Ebene fortgesetzt. Bei der Sitzung am 5. Februar 2026 wurden Schlussfolgerungen und Empfehlungen auf Grundlage der Erfahrungen der Benelux-Länder diskutiert, um sie mit den Aktionsplänen der EU zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität in der allgemeinen Luftfahrt in Einklang zu bringen. Das von den Benelux-Staaten vorgeschlagene Konzept basiert auf fünf Prioritäten: strategische Zusammenarbeit, Sensibilisierung, internationale Zusammenarbeit, technische Entwicklungen und operative Maßnahmen, die ab 2026 beginnen sollen.

Laut Köller zeigen gemeinsame Projekte wie GENAVI, dass sich eine enge Zusammenarbeit auszahlt: „Indem wir unsere Kräfte bündeln, bewegen wir uns auf eine sicherere und widerstandsfähigere Zukunft zu. Die Benelux-Staaten beweisen, dass die Zusammenarbeit funktioniert und dass dieses Modell auf europäischer Ebene inspirierend wirkt.“

Benelux
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